Vom Erwartungsdruck zur inneren Freiheit.

Leadership

Warum Perfektion kein Vertrauen schafft

Von Führungskräften wird oft erwartet, dass diese auf jede Frage sofort die perfekte Antwort haben. Das beinhaltet den Druck, unfehlbar zu wirken, keine Unsicherheiten zu zeigen und alles im Griff zu haben. 

Doch manchmal führt das auch dazu, dass man keine Stärke ausstrahlt, sondern Distanz schafft. Und schon wird vermeintliche Allwissenheit zum Boomerang. Denn statt Vertrauen entsteht aufgesetzte Perfektion.

Mit den Jahren habe ich gelernt, dass Menschen einer Führungskraft nicht folgen, weil sie fehlerfrei wäre. Sie folgen ihr, weil sie berechenbar ist. Wenn klar ist, nach welchen Werten entschieden wird, woran man ist und dass man auch in den stürmischen Phasen einen verlässlichen Kompass hat. 

Entscheidend ist also eher die Nahbarkeit. Nicht-Wissen und gemeinsames Erarbeiten von Lösungen verändern die Dynamik zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden komplett. Und das nimmt den Druck aus der Zusammenarbeit – für beide Seiten. 

Perfektion kann isolieren. Berechenbarkeit gibt dagegen Orientierung und Verbindung. Und das macht ein Team überhaupt erst handlungsfähig!

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