In meiner Arbeit mit Führungskräften begegnet mir eine Geschichte immer wieder: Die Angst vor Rückschlägen.
Und irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass Führungskräfte immer noch als kalte, gefühllose und höchst selbstbewusste Spezies gesehen werden.
Doch in Wahrheit scheint gerade dort, wo besonders viel Verantwortung für Menschen liegt, eine Weichheit zu sein, die sich versteckt. Die für andere selten sichtbar wird. Aber die so tief in Führungskräften verwurzelt ist, dass sie zu Krisen führen kann.
Gerade in der Führungsaufgabe werde ich den Eindruck nicht los, dass besondere Erwartungen an sich selbst herrschen. Während man anderen gegenüber Fehlertoleranz übt, zeigt man diese sich selbst gegenüber kaum.
Das macht nicht nur Druck – das kann hemmen. Möglicherweise führt es zu Rückzug im Team, vielleicht auch zu fehlendem Mut, Entscheidungen zu treffen.
Um so wichtiger ist es gerade in der Führungsaufgabe, den Umgang mit Rückschlägen zu üben. Sie zu zulassen, zu analysieren und das Vorgehen anzupassen. Ohne das eigene Versagen zu sehen. Denn das existiert nicht.
Jeder Fehltritt war und ist ein Versuch, etwas nach vorne zu bringen. Es ist nie eine Aussage über den Wert eines Menschen.


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