Jan-Peter Vetter | Zertifizierter Trainer

Klarheit – Dankbarkeit – Selbstliebe

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Dankbarkeit nach einer Trennung: Was bleiben darf

Ich weiß, es klingt zuerst wie ein Wiederspruch: Nach einer Trennung von einem (damals) geliebten Menschen steht Dankbarkeit nicht gerade im Vordergrund. Häufig sind es Emotionen wir Wut, Hass und Verletzung, die eine Rollen Spielen. Doch ich möchte dir gerne einen neuen Blickwinkel auf eine Trennung schenken.

Gute Erinnerungen ändern den Trennungsgrund nicht

Ihr hattet schöne gemeinsame Zeiten. Vielleicht fällt es dir gerade nicht leicht, das anzuerkennen. Doch wenn du zurückblickst, dann erkennst du viele tolle Momente. Szenen, in denen ihr gemeinsam gelacht habt, vielleicht tiefe Gespräche geführt oder euch in einer schweren Phase im Job unterstützt. Und diese Erinnerung müssen nicht einfach gelöscht sein, nur weil ihr heute beschlossen habt, getrennte Wege zu gehen.

Heute ist da Verletzung und die Erkenntnis, dass er oder sie deine Bedürfnisse nie wirklich befriedigen konnte. Und das geht wahrscheinlich in beide Richtungen. Und wichtig ist auch: selbst wenn du Dankbar bist für die schönen Momente der Beziehung – so verpflichtet dich das längst nicht zur Rückkehr oder zur Versöhnung. Es ist aber eine große Chance…

Dankbar sein und bei der Entscheidung bleiben

Wenn du es schaffst zu würdigen, was du erfahren und gelernt hast, dann macht dich das stark. Gerade in der Trennung. Denn du erkennst deine Fähigkeiten des Zusammenlebens und des gemeinsamen Gestaltens. Und troztdem schuldest du dem früheren Partner keine neue Nähe. Und du darfst diese gemischten Gefühle bewusst zulassen.

Deine Entscheidung, dich von jemandem zu trennen, musst du an den Umständen messen, die es zuletzt und vielleicht über einen längeren Zeitraum gab. Dabei sollst du auch die vertrauten Rituale loslassen und neue gestalten. Das ist nicht leicht – aber es lohnt sich. Und dass du dich dabei an schöne Momente erinnerst zeigt dir nur, dass du diese auch in Zukunft – mit anderem Partner – neu gestalten kannst.

Fazit

Du kannst Gutes würdigen, ohne Belastendes zu relativieren. Dankbarkeit begründet dabei keine Verpflichtung.

Was möchtest du bewahren, ohne zurückzugehen?