„Wer seine Führungsaufgabe konfliktscheu angeht, wird früher oder später untergehen“. So sagte es kürzlich ein Teilnehmer beim Thema ‚Konflikte als Chance sehen‘.
Und ich habe mich selbst dabei ertappt, wie ich immer wieder versuche, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Denn sie sind unangenehm, decken oft unsere blinden Flecken auf und in ihnen steckt manchmal auch Feedback, das nicht ganz einfach zu verarbeiten ist.
Dabei bietet genau das die größte Chance. Und wenn ein Konflikt die Chance von Wachstum, Entwicklung und Verbesserung der Zusammenarbeit in sich trägt, warum sehen wir sie dann immer als Gefahr?
Vielleicht weil es eben weh tun kann. Wenn bestehende Konflikte zum eigenen Rückzug führen, dann bringen sie dich automatisch in eine Isolation. Für einen kurzen Moment kann das gut tun. Man holt Luft, reflektiert und versucht sich wieder zu verorten.
Aber nicht um danach anzugreifen, sondern um mit klaren Gedanken und etwas weniger Emotionen in die Auflösung zu gehen.
Ja, das ist harte Arbeit – besonders für Führungskräfte, weil diese doch immer auch erster Konfliktmanager sein sollten.
Doch am Ende – wenn man diese Aufgabe annimmt – wartet der berühmte, goldgefüllte Topf. Denn ein gut gelöster Konflikt ist vor allem eines: er beschleunigt gute Beziehungsarbeit, löst Schnittstellenprobleme und macht die Beteiligten stolz auf sich selbst.


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