Jan-Peter Vetter | Zertifizierter Trainer

Klarheit – Dankbarkeit – Selbstliebe

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Eine nachdenkliche Frau betrachtet eine helle, sich auflösende Variante ihrer selbst vor einem tiefblauen Hintergrund.

Die Illustrationen entstehen mit KI. Die Artikel schreibe ich selbst.

Ein Vision als Spiegel deiner selbst

Manche Fragen sind so logisch, dass man denkt, man kenne die Antwort. So auch heute in meinem Führungskräftetraining. Heute sollte die Gruppe ihr ganz persönliches Visionboard erstellen. Und während meiner Anmoderation kam die Frage: „Was ist eigentlich der Unterschied, zwischen einem Ziel und einer Vision“.

Als Learning Professional bereiten wir uns auf unsere Sequenzen und Trainings meist sehr gut vor. Wir machen uns sprachfähig, sammeln Hintergrundinformationen und suchen nach altbewährten Modellen und aktuellen Entwicklungen gleichermaßen.

Und dennoch stand ich für einen kurzen Moment da und dachte „Verdammt gute Frage. Ich weiß nur gerade keine Antwort“. Unser Dozenten-Trick ist dann immer: Geben wir das doch einfach mal ins Plenum. Und es kamen wundervolle Erklärungen.

Eine Vision ist wie ein Magnet

Und während das Schwarmwissen wirkte wurde mir klar, was für mich der Unterschied zwischen einem Ziel und einer Vision ist:
Ein Ziel hat eine Push-Wirkung. Daraufhin wirke und arbeite ich. Ich investiere in mein Ziel und den Weg dorthin. Ich muss mich und meine Energie fortlaufend in die Richtung meines Zieles fokussieren und schieben, mich häufig aufraffen und daran erinnern.

Meine Vision hat dagegen eine Pull-Wirkung. Es zieht mich magisch an, wie ein Magnet, der mich nicht mehr loslässt. Wie ein inneres Verlangen, das mir Kraft gibt, daran zu glauben. Ganz ohne Meilensteine und Energieaufwand. Und egal was ich tue und wo ich bin, meine Vision ist wie eine Stimme in mir, die ruft „komm mir näher, es wird gut“.

Du brauchst etwas, das dich anzieht

Und plötzlich verstand ich selbst, nicht kognitiv, sondern tief in mir, dass ich eine Vision brauche. Etwas, das mich anzieht, obwohl ich es gar nicht klar benennen kann. Von dem ich nur ein Gefühl habe, wie es mal werden könnte. Etwas, das ich vielleicht noch nicht beschreiben kann, das dafür aber um so mehr mich selbst beschreiben kann.

Fazit

Es zeigte mir zwei Dinge:
Erstens – du musst als Dozent nicht alles beantworten können. Die Gruppen zeigen dir oft den Weg, und darauf kann man immer vertrauen. Je mehr du Raum und Lücken lässt, desto mehr beantworten sich die Fragen.
Zweitens – mit einer Vision bekommst du die Antwort auf das „Warum“ im Leben. Es ist wie ein Spiegel in den du schaust und erkennst, wer du bist – oder wer du werden möchtest.

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