Wenn du auf etwas wartest, das du selbst schenken kannst
Es gibt Momente, in denen du dir Nähe wünschst, Verständnis, Wärme oder ein einfaches „Ich sehe dich“. Du wartest darauf, dass jemand diese Lücke füllt. Und manchmal kommt niemand. Genau an diesem Punkt entsteht ein Gedanke, der alles verändern kann: Du kannst dir selbst geben, wonach du suchst. Nicht aus Stolz. Nicht aus Trotz. Sondern weil du es verdient hast, dass deine Bedürfnisse erfüllt werden – auch dann, wenn kein anderer sie sieht. Selbstliebe bedeutet nicht, unabhängig von allem zu sein. Sie bedeutet, dich selbst nicht im Stich zu lassen.
Das, was du dir wünschst, zeigt dir, was du brauchst
Wenn du dich nach Anerkennung sehnst, steckt dahinter oft ein leiser Wunsch, gesehen zu werden. Wenn du dir mehr Ruhe wünschst, ist da vielleicht ein tieferes Bedürfnis nach Entlastung. Und wenn du dir Liebe wünschst, zeigt das nur, wie wichtig dir Verbindung ist.
Wünsche sind Hinweise auf dich selbst. Sie zeigen dir, wo du zart bist, wo du Halt brauchst und wo du dir selbst näherkommen darfst. Das bedeutet nicht, dass andere dir egal sein sollen. Es bedeutet nur, dass du dich selbst nicht vergessen darfst. Du darfst dir Freundlichkeit schenken, bevor du sie suchst. Verständnis geben, bevor du es erwartest. Trost spenden, bevor du hoffst, dass jemand ihn dir bringt.
Alles beginnt bei dir – und das macht dich nicht egoistisch, sondern ganz.
Selbstliebe ist kein Ersatz, sondern eine Grundlage
Viele glauben, wenn man sich selbst genug Liebe gibt, brauche man niemanden mehr. Aber das stimmt nicht. Menschen brauchen Menschen. Doch die Nähe, die wir von anderen wünschen, können wir nur richtig annehmen, wenn wir sie in uns selbst schon zulassen.
Wenn du dir selbst Wert gibst, sinkt das Bedürfnis, ihn im Außen zu erzwingen. Wenn du dir selbst Güte schenkst, wirst du milder mit dir und anderen. Wenn du dich selbst unterstützt, wartest du nicht mehr darauf, dass jemand dich rettet. Selbstliebe ist keine Mauer. Sie ist ein Fundament. Ein Boden, auf dem du stehen kannst, wenn das Leben wackelt. Je stabiler dieser Boden ist, desto leichter wird es, Beziehungen zu führen, die nicht aus Mangel entstehen, sondern aus echtem Miteinander.
Mein Fazit – Die Liebe, die du suchst, beginnt in dir
Alles, was du brauchst, darf zuerst in dir entstehen. Du bist nicht abhängig von der Liebe anderer, um dich vollständig zu fühlen. Aber du darfst Menschen in dein Leben lassen, nachdem du dir selbst gegeben hast, was du brauchst.
Die Frage ist: Was kannst du dir heute schenken, ohne darauf zu warten, dass jemand anderes es tut?








