Es gibt Tage, da bist du dein strengster Richter. Du schaust auf das, was nicht funktioniert hat. Auf das, was du hättest besser machen können. Und bevor du überhaupt durchschnaufen kannst, sagt eine leise Stimme: „Na toll, wieder nicht geschafft.“ Ich kenne diese Stimme. Sie klingt nach Kontrolle, nach Disziplin, nach „Ich muss funktionieren“. Aber tief in mir weiß ich: Diese Stimme ist oft nicht ehrlich – sie ist nur laut. Und genau deshalb ist es Zeit, sie zu verändern. Denn Kritik ist nicht falsch. Aber sie verliert ihren Sinn, wenn sie zerstört, statt zu stärken. Wenn du dich selbst kritisierst, dann fang an, mit Liebe zu sprechen. Fang an, mit dem Guten zu beginnen.
Selbstkritik mit Herz – der erste Schritt zur Veränderung
Ich habe gelernt: Wie ich mit mir spreche, prägt, wie ich mit der Welt umgehe. Wenn ich mich selbst kleinrede, verliere ich Mut. Wenn ich mich ehrlich, aber liebevoll reflektiere, wachse ich.
Selbstkritik ist wichtig – sie zeigt, dass du Verantwortung übernimmst. Aber sie wird gefährlich, wenn sie dich lähmt, statt dich zu führen. Darum beginne jede Kritik – auch die innere – mit einem positiven Blick:
Was habe ich gut gemacht? Was hat funktioniert, auch wenn es nicht perfekt war? Was habe ich heute gelernt?
Diese Haltung ist kein Schönreden, sondern Balance. Ich nenne das: achtsame Selbstwahrnehmung. Denn Veränderung entsteht nicht aus Härte – sondern aus Bewusstheit.
Wie du Kritik in Kraft verwandelst
Wenn ich heute Feedback bekomme oder mir selbst den Spiegel vorhalte, frage ich mich: Was kann ich daraus nehmen, das mich wachsen lässt – ohne mich zu zerbrechen?
Kritik kann verletzen – oder lehren. Der Unterschied liegt darin, mit welcher Energie du sie annimmst. Ich habe gelernt: Wenn ich zuerst das Positive anerkenne, bin ich offen für das, was ich verändern kann. Das gilt im Außen wie im Innen. Wenn du anderen ein Feedback gibst – beginne mit Wertschätzung. Und wenn du dich selbst reflektierst – beginne mit Mitgefühl.
Das ist kein Trick, sondern eine Haltung. Denn so bleibt dein Herz offen. Und Offenheit ist der Nährboden für Wachstum.
Mein Fazit – Sprich mit dir wie mit jemandem, den du liebst
Kritik ist keine Waffe, sie ist ein Werkzeug. Aber nur, wenn du sie mit Herz benutzt.
Erinnere dich:
- Beginne jede Kritik – auch an dir selbst – mit dem Guten.
- Suche zuerst nach dem, was du schon richtig machst.
- Und erinnere dich daran, dass Fehler nicht gegen dich sprechen, sondern mit dir.
Denn Selbstliebe bedeutet nicht, sich alles schönzureden – sondern ehrlich zu bleiben, ohne sich zu verletzen.
Wenn du heute mit dir sprichst, wie mit einem guten Freund – was würdest du zuerst über dich sagen?








